Skip to content
Menu
Menu

Zimt

Zimt

Zimt – viel mehr als ein süßes Gewürz

Zimt gehört zu den Gewürzen, die wir sofort am Duft erkennen. Warm, süßlich, holzig und würzig verbinden wir ihn mit Apfelstrudel, Porridge, Milchreis oder Weihnachtsgebäck.

Dabei beginnt die erste Überraschung schon bei seiner Herkunft:

Zimt ist Baumrinde.

Genauer gesagt wird die innere Rinde von Bäumen der Gattung Cinnamomum verwendet. Die Zimtbäume gehören zu den Lorbeergewächsen – Zimt und Lorbeer sind also botanisch miteinander verwandt.

Und noch etwas ist wichtig: Zimt ist nicht gleich Zimt.

Wie entsteht eine Zimtstange?

Für die Zimtgewinnung werden junge Triebe geschnitten und entrindet. Die äußeren Rindenschichten werden entfernt, verwendet wird die darunterliegende innere Rinde.

Beim Trocknen rollt sie sich zusammen – die Zimtstange entsteht.

Besonders gut lässt sich daran der Unterschied zwischen zwei wichtigen Zimttypen erkennen:

Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) besteht aus vielen sehr dünnen Rindenschichten, die ineinanderliegen. Im Querschnitt erinnert eine Stange fast an eine Zigarre.

Cassia-Zimt besitzt eine wesentlich dickere Rinde. Seine Stangen sind härter, gröber und meist nur aus einer oder wenigen dicken Rindenschichten aufgebaut.

Bei gemahlenem Zimt lässt sich dieser Unterschied mit bloßem Auge nicht mehr zuverlässig erkennen.

Ceylon oder Cassia?

Ceylon-Zimt stammt ursprünglich aus Sri Lanka und wird auch als „echter Zimt“ bezeichnet. Sein Aroma ist meist fein, leicht süßlich und komplex.

Unter Cassia werden mehrere verwandte asiatische Zimtarten zusammengefasst. Ihr Aroma ist häufig kräftiger, würziger und schärfer.

Der wichtigste Unterschied liegt jedoch nicht im Geschmack, sondern in einem natürlichen Pflanzenstoff: Cumarin.

Cassia-Zimt kann deutlich mehr Cumarin enthalten als Ceylon-Zimt.

Was ist Cumarin?

Cumarin ist ein natürlicher aromatischer Pflanzenstoff, der außer in Zimt beispielsweise auch in Waldmeister vorkommt.

In höheren Mengen kann Cumarin bei empfindlichen Menschen die Leber schädigen. Deshalb wurde eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

Bei einem 60 kg schweren Erwachsenen kann diese Menge bei Cassia-Zimt mit durchschnittlichem Cumaringehalt bereits mit ungefähr 2 g Zimt täglich erreicht werden.

Dabei geht es nicht darum, gelegentlich etwas Cassia-Zimt über einen Apfelstrudel zu streuen. Relevant wird Cumarin vor allem, wenn über längere Zeit regelmäßig größere Mengen Zimt gegessen werden.

Woher kommt der typische Zimtduft?

Einer der wichtigsten Aromastoffe der Zimtrinde ist Cinnamaldehyd, auch Zimtaldehyd genannt.

Er prägt den charakteristischen warm-würzigen Zimtgeruch ganz wesentlich.

Doch jetzt wird es interessant: Ein Zimtbaum kann je nach verwendetem Pflanzenteil ganz unterschiedliche ätherische Öle liefern.

Während das ätherische Öl der Rinde stark von Cinnamaldehyd geprägt ist, kann im Öl der Blätter Eugenol eine wichtige Rolle spielen.

Eugenol kennst du möglicherweise von einem anderen Gewürz:

Es ist einer der charakteristischen Aromastoffe der Gewürznelke.

Rinde und Blätter desselben Baumes können also erstaunlich unterschiedliche Duftprofile besitzen.

Warum wirkt Zimt eigentlich süß?

Zimt enthält nicht deshalb ein süßliches Aroma, weil besonders viel Zucker darin steckt.

Hier spielt unsere Wahrnehmung eine große Rolle.

Geschmack entsteht nicht nur auf der Zunge. Ein erheblicher Teil dessen, was wir als „Geschmack“ erleben, entsteht über den Geruch.

Zimtaromen sind für uns außerdem stark mit süßen Lebensmitteln verbunden. Deshalb kann Zimt einem Gericht eine süßliche Wahrnehmung verleihen, obwohl dadurch kaum Zucker hinzukommt.

Das lässt sich sogar praktisch nutzen: In manchen Gerichten kann intensives Aroma dazu beitragen, dass weniger zusätzliche Süße benötigt wird – auch wenn Zimt Zucker natürlich nicht chemisch ersetzt.

Stimmt das wirklich? „Zimt senkt den Blutzucker.“

Diese Aussage begegnet einem besonders häufig in Social Media.

Dahinter steckt tatsächlich Forschung. Zimt und verschiedene Zimtbestandteile wurden in zahlreichen Studien im Zusammenhang mit Blutzuckerstoffwechsel, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes untersucht.

Einige Untersuchungen und Meta-Analysen berichten Veränderungen bestimmter Blutzuckerparameter.

Zimt kann auch herzhaft verwendet werden

In unserer Küche steckt Zimt gedanklich fast automatisch in der Süßspeisen-Schublade.

International sieht das ganz anders aus.

Zimt passt hervorragend zu: Linsen und Kichererbsen, Reis, Couscous, Kürbis und Süßkartoffeln, Currys,  Tomatengerichten oder orientalischen Schmorgerichten.

In Kombination mit Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Nelke oder Chili zeigt das Gewürz eine völlig andere Seite.

Wer Zimt nur aus Süßspeisen kennt, kennt also nur einen Teil seines Aromas.

Gemahlen oder als Stange?

Ganze Zimtstangen geben ihr Aroma langsam an Flüssigkeiten und Speisen ab. Sie eignen sich deshalb besonders für Kompott, Chai, Punsch, Reisgerichte oder Schmorgerichte und können anschließend wieder entfernt werden.

Gemahlener Zimt verteilt sich dagegen vollständig im Gericht und gibt sein Aroma sehr schnell ab.

Durch das Mahlen vergrößert sich allerdings die Oberfläche erheblich. Flüchtige Aromastoffe können dadurch schneller verloren gehen.

Deshalb Zimt möglichst luftdicht, trocken, dunkel und nicht direkt neben einer Wärmequelle lagern.

Schon gewusst?

🌿 Zimt und Lorbeer sind Verwandte. Beide gehören zu den Lorbeergewächsen.

🌿 Eine Zimtstange ist getrocknete innere Baumrinde.

🌿 Rinde und Blätter desselben Zimtbaumes können unterschiedliche Aromaprofile besitzen. In der Rinde spielt Cinnamaldehyd eine zentrale Rolle, im Blattöl kann Eugenol dominieren.

🌿 Eine Ceylon-Zimtstange besteht aus vielen hauchdünnen Rindenschichten. Daran lässt sie sich häufig schon mit bloßem Auge von einer dicken Cassia-Stange unterscheiden.

🌿 Bei täglichem Zimtkonsum kann die Sorte wichtiger sein als die Menge auf der Nährwerttabelle. Der Grund dafür ist Cumarin.

Zimt – bei diesem Gewürz lohnt sich der zweite Blick

Hinter einem Löffel braunem Zimtpulver steckt überraschend viel Wissen: die Rinde eines tropischen Baumes, verschiedene Zimtarten, komplexe Aromastoffe und mit Cumarin sogar ein Pflanzenstoff, der die Auswahl des Zimts bei häufigem Verzehr relevant macht.

🍋BioKompass Ernährungstipp

Isst du jeden Tag Zimt? Dann schau auf die Sorte.

Wer Zimt nur gelegentlich verwendet, muss daraus keine Wissenschaft machen.

Anders sieht es aus, wenn täglich Zimt ins Porridge, Müsli, Joghurt, in den Kaffee oder Smoothie kommt.

Bei regelmäßig größeren Mengen ist Ceylon-Zimt aufgrund seines normalerweise wesentlich niedrigeren Cumaringehalts die bessere Wahl.

Gerade bei gemahlenem Zimt lohnt sich deshalb ein Blick auf die Verpackung. Die Zimtart lässt sich am Pulver praktisch nicht erkennen.

Produktkategorie ID 49

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Shop durchsuchen

AKTIONSANGEBOTE

Entdecke unsere Aktionen !
Jetzt neu im Shop